Bereiche der Farm

  • Tierbereich



    Alle Farmtiere werden von den Kindern und Jugendlichen betreut und versorgt. Sie brauchen unsere Fürsorge, Zuwendung und müssen täglich (auch am Wochenende) versorgt werden. Artgerechte Tierhaltung und ein respektvollen Umgang mit den Tieren sind auf der Jugendfarm sehr wichtig. Eingebunden in den Jahreslauf kann hier mit allen Sinnen erfahren und erlernt werden wie die Tiere ihr Fell verlieren, die Schafe geschoren und die Hufe geschnitten werden, die Hühner, Gänse und Enten Eier legen und die Hasen im Frühling über die Stränge schlagen. Während der Schulzeit von 14:00 - 15:00 Uhr, in den Ferien von 11:00 - 12:00 Uhr treffen alle Kinder, die im Tierbereich dabei sein wollen, ein und verteilen die anstehenden Mist- und Aufräumarbeiten. Nach Erledigung aller Dienste wird gemeinsam der Tag besprochen, die Reiteinteilung gemacht, besprochen ob ausgeritten oder voltigiert wird, ob ein Schafspaziergang ansteht, welche Pferde geritten werden dürfen usw. Alles wird weitestgehend von den Kindern und größeren Jugendlichen geregelt die damit sehr verantwortungsvoll umgehen und dabei lernen, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen. Wichtig ist uns, dass sich hier die Großen im Anleiten ausprobieren können und die Kleinen profitieren von den großen Vorbildern. Selbständigkeit und Verantwortungsübernahme fördern wir mit den Mist- und Fütterdiensten am Wochenende, welche die Kinder und Jugendlichen selbständig in kleinen Gruppen erledigen.


  • Werkstatt



    In der Werkstatt haben die Kinder die Gelegenheit, gestalterisch, handwerklich und kreativ mit verschiedenen Materialien zu arbeiten. Die Kinder erlernen, erkennen und erweitern ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen. Das Hauptaugenmerk liegt hier nicht in produzierten Ergebnissen sondern im Prozess des Arbeitens, im Erlernen von handwerklichen Fähigkeiten und selbständigem Arbeiten. Die Kinder können sich ohne Vorgaben an den vorhandenen Materialien und Werkzeugen ausprobieren. Bei auftretenden Problemen stehen geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung die mit Tipps und Tricks weiter helfen. Wir haben Möglichkeiten zur Holz – und Metallbearbeitung, arbeiten mit Speckstein, ziehen Kerzen am Lagerfeuer, reparieren Fahrräder und Schubkarren, bauen Skateboards oder Masken, Mäuseställe für Zuhause oder Boote für den Teich auf der Jugendfarm und was die Fantasie sonst noch her gibt… 
  • Hüttendorf



    Das Hüttendorf - ein Bauspielplatz für junge Architekten und Bretterbudenbauerinnen.
    Um im Hüttenbau tätig zu sein, schließen sich die Kinder zu einer Kleingruppe (mindestens 4 Kinder) zusammen. Gemeinsam können sie eine bestehende Hütte übernehmen oder eine neue Hütte bauen. Die Hütten werden am schönsten, je öfter die Kinder die Jugendfarm besuchen. Eine neue Baugruppe bekommt 30 Nägel Startkapital, weitere Nägel müssen durch das Suchen alter Nägel z.B. in der Asche des Feuers oder in alten Brettern erworben werden. Es dürfen keine Nägel von Zuhause mitgebracht werden. Damit versuchen wir die Gefahr der rostigen Nägel zu minimieren, da herumliegende Nägel immer fleißig eingesammelt werden. Das gesammelte Metall wird zum Metallschrott gebracht. Gebaut werden darf immer, wichtig ist nur, dass das Werkzeug wieder zurück gebracht wird. Bunkern ist nicht erlaubt!

    „Gebt Kindern Bretter und sie machen Hütten, gebt ihnen Hütten und sie machen Bretter daraus“


  • Bogenschieß-Bahn



    Bogenschießen nimmt positiven Einfluss auf Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster. So werden Selbstregulationsmechanismen in Gang gesetzt, die dazu beitragen innere Ruhe und Ausgeglichenheit zu schaffen, was das Leben mit Spaß, Freude und Harmonie bereichert. Über das Bogenschießen wird die Aussage „Kraftvolle zielorientierte Ruhe“ unmittelbar und auf mehreren Ebenen erfahrbar. Für das Bogenschießen wird eine Haltung benötigt, in der der Geist im Inneren des Schützen, in seiner Körpermitte liegt und aus dieser körperlichen und geistigen Balance der gelungene Schuss angestrebt wird. Auf der Jugendfarm bieten wir jeden Mittwochnachmittag für alle Kinder die Lust haben Bogenschießen an. Eine Anmeldung ist nicht nötig, auch hier wird mit dem vorhandenen Kindern eine gute Lösung gesucht, so dass alle gerecht behandelt werden.
  • Garten

    Im Garten wird im jahreszeitlichen Wandel gegärtnert, gepflanzt, gegossen, gesät, gehackt, zurechtgeschnitten, gepflegt und geerntet. Wir bauen Blumen und Gemüse an und wer will, kann ein kleines eigenes Gärtchen bekommen. Gärtnern hat nicht nur einen dekorativen Zweck sondern weckt bei den Kindern auch das Verständnis für die Herkunft und den Anbau von Nahrungsmitteln. Wir freuen uns, wenn die Kinder eigene Setzlinge mitbringen und begeistert einpflanzen und pflegen. Das fördert die Achtung vor den Pflanzen die auf der Jugendfarm oder auch in anderen Gärten wachsen, wenn sie sehen wie viel Arbeit da drin steckt. Der Garten ist unsere kleine Oase auf der Jugendfarm.


  • Kreativbereich und Basteln



    An Regentagen sitzen wir oft oben im Haus und malen, zeichnen, schneiden und kleben, was uns unter die Finger kommt. Nach der Schafschur steht Filzen und Spinnen auf dem Programm, an schönen Tagen kann am Tisch vor dem Haus Bändchen geknüpft oder Speckstein bearbeitet werden, Perlentiere entstehen, wir haben Wolle und Batikfarben, können Korbflechten und schnitzen und vieles mehr was Spaß macht und uns in Sinn kommt.

  • Freispielbereich



    Hier gibt es Fußbälle, Basketbälle, Tennisbälle und einen Haufen Kinder, die gerne spielen. Wir haben einen Tischkicker und eine Tischtennisplatte, Hockeyschläger, eine Slackline, Diabolos, Einräder, Skateboards, Wasserschlachtzubehör und vieles mehr. Außerdem fördern wir das freie Spiel, also alles was die Kinder von sich aus spielen wollen, sei es Löcher buddeln, auf dem Teich Boot fahren, Verstecken spielen, Kochen am Feuer, Pferdchen in der Bogenschießbahn über Hindernisse laufen lassen usw. Die Kinder haben unendlich Phantasie und die Jugendfarm ist ein perfekter Ort um diese auszuleben. Langeweile gehört zur Entwicklung von Phantasie und Kreativität essentiell dazu, deshalb unterstützen wir die Kinder auch darin, Langeweile auszuhalten und bieten nicht sofort ein Ablenkungsprogramm sondern warten ab, was aus den Kindern heraus von selbst entsteht.

  • Kochen und Backen



    Für 2,00 € bekommen die Kinder auf der Jugendfarm an Samstagen und in den Ferien ein Mittagessen, bestehend aus einer warmen Mahlzeit, Salat und Nachtisch. Für 0,50 € können Getränke (Apfelsaftschorle und Sprudel) gekauft werden. In der Küche gibt es immer kostenlos Wasser und Tee. Bis um 11:30 Uhr müssen sich die Kinder zum Essen angemeldet haben damit wir abschätzen können wie viel Essen gekocht werden muss. Die Kinder können sowohl bei der Essensauswahl als auch beim Einkaufen und Kochen dabei sein und helfen. Auch der abschließende Küchendienst wird gemeinsam mit den Kindern erledigt. Häufig werden dabei ganz neue Erfahrungen gemacht... Immer wieder öffnen wir unseren "Kiosk" in dem wir Waffeln und Crêpes servieren, wir backen gemeinsam Kuchen fürs Café del Jufa oder für uns, im Herbst pressen wir Apfelsaft und belegen Apfelkuchen, in der Vorweihnachtszeit backen wir Plätzchen, wir haben einen Pizzaofen und jeden Samstag bzw. Freitag in den Ferien machen wir Hefeteig für Stockbrot und lassen die Woche gemeinsam am Lagerfeuer ausklingen.